(Alex)
Nach dem nötigen Schönheitsschlaf, haben wir uns im Hostel zwei Fahrräder ausgeliehen (80Cent pro Rad/Tag), denn Ayutthaya lässt sich am besten auf 2 Rädern erkunden.
Nachdem das Wetter es mit uns auf den Inseln nicht so gut meinte, wurden wir diesen Tag umso mehr mit kräftigem Sonnenschein beglückt – gerade dann, wenn wir uns körperlich betätigten.
Ayuthaya, war vor einigen Hundert Jahren mal die Hauptstadt von Thailand. Wurde jedoch kriegerisch eingenommen und auch stark zerstört. Einiges steht aber noch – und das ist auch sehenswert. Es war so ähnlich wie die Anlagen um Angkor Wat, nur viel kleiner und nicht ganz so idyllisch irgendwo mitten in der Natur. Tempel und Kulturstätten sind im Innenstadt -Bereich verteilt und werden durch kleine nette Gärten und Parks mit einander verbunden. Eintritt zahlt man nicht pauschal für das historische Viertel sondern einzeln pro Tempel (60Cent), wenn man ihn betreten möchte. Das Meiste sieht man aber genauso gut von außen. Da wir auch schon so viele Tempel gesehen haben, waren wir nicht mehr so motiviert alles im Detail zu begutachten. Sind im Grunde die meisten Sachen angefahren, haben uns dazu was in unseren Ausdrucken durchgelesen und dann wieder weiter.
Als vorerst letzte Station haben wir uns den „Elephant Gral“ vorgenommen. Dieser war laut Karte nur ein Stück außerhalb der Innenstadt. Letztendlich war es dann doch 4km auswärts.
In Asien haben die Leute irgendwie ein Problem zuzugeben, wenn sie etwas nicht wissen. Wenn man nach dem Weg fragt und der jenige weiß es nicht, gibt er es natürlich nicht zu. Sondern denkt sich ganz souverän was aus und schickt einen irgendwo hin (in den letzten 6 Monaten haben wir das bestimmt mindestens 20-30mal erlebt…) So waren es wahrscheinlich nicht nur 4km, sondern einige mehr, weil wir hin und zurück gefahren sind. Wie auch immer, aber die Mühe hat sich gelohnt…
Wir wussten eigentlich gar nicht so recht, warum wir da hin sind. Aber es hat sich rausgestellt, dass dort ca 90 Elefanten gepflegt und aufgezogen werden. Alle Elefanten bewegen sich mehr oder weniger frei herum, ohne Zäune! Die Baby Elefanten sind nicht mal angebunden, sondern laufen da lang wo es ihnen gerade in den Sinn kommt. Ob Küche, Cola Automat oder irgendeiner der Essen in der Hand hält – alles wird mit dem Rüssel beschnuppert.
Für uns war das echt ein Erlebnis. Man war den Tieren hautnah, man konnte sie anfassen und mit ihnen spielen. Als die Elefanten mit Wassermelonen gefüttert wurden ist auch was für uns mit abgefallen J! Wenn man möchte, kann man in dem Reservat auch wohnen um die Tiere noch näher kennen zu lernen. Für das Reservat gibt es keine Eintrittsgebühren, aber da wir soviel Spaß mit den Tieren hatten. Konnten wir nicht einfach losgehen ohne ein wenig für das Futter zu spenden.
Nach kurzem Zwischenstop im Hostel zum verschnaufen, haben wir uns zwei weitere Tempel herausgesucht. Dafür musste man einen Fluss per Fähre passieren. Da es aber schon kurz vor Sonnenuntergang war, nutzen hauptsächlich Einheimische diesen Weg um zu ihrem zu Hause zu kommen. Vom Pier aus, ging es noch gut 2km in die Pampa, und wir hatten schon ein mulmiges Gefühl. Man ist ganz allein als Touri auf der Strasse und alle Einheimischen stieren einen regelrecht an. Nach dem Motto: „Haeh, was wollt ihr denn hier?! Hier gibt es nichts!“ Am Tempel angekommen, mussten wir bei Leibe erleben, dass im Internet nicht alles richtig steht. Denn das was wir sehen wollten, war ganz wo anders und unser Ausdruck hat uns in die Irre geleitet. Also guckten wir uns kurz den Tempel an, wenn wir schon mal da waren… Die Sonne ist schon untergegangen und wir im Flotten Tempo wieder zurück Richtung Zivilisation. Ohne Licht und Reflektoren… wollen wir es nicht weiter vertiefen J!
Da wir irgendwie weder vernünftiges Frühstück noch Mittagessen hatten, sind wir anschließend wie Hyänen über unser Essen gestürzt. Zum Verdauen sind wir ins Internet Cafe geradelt um Emails zu checken und unsere Rückreise zu planen. Um 21Uhr wollten wir noch den Nachtmarkt mitnehmen um einige Besorgungen zu machen. Doch als wir ankamen, haben bereits alle Stände angefangen einzuräumen. Bis auf den Pancakestand J! Da ich den ganzen Tag mit dem super schweren Schirm rumgefahren bin, bei ca 33Grad und wolkenfreiem Himmel, habe ich ihn nat. bei unserem Stop im Hostel ausgepackt. Wie es immer so kommen muss, hat es angefangen zu regnen… Auf Janas drängen die Pancakes lieber warm zu essen und abzuwarten haben wir uns in einer versifften Ecke untergestellt. Und es wurde tatsächlich besser. Diese Pause nutzen wir um wieder zurück ins Internet Cafe zu kommen. Gegen 23Uhr schloss dieses leider, draußen goss es aber mittlerweile wie aus Eimern. Mal wieder tropischer Regen – also untergangsmaessig. Was tun, die Sachen mussten bis zum nächsten morgen trocken bleiben, da wir wieder nach Bangkok mussten. Man bekommt hier aber draußen nichts trocken, weil es so schwül ist. Also habe ich mich einfach bis auf die Boxershorts ausgezogen und alles in den Rucksack geräumt. Bei Jana ging das nat. nicht ganz so gut, aber auch da versuchten wir den Schaden zu minimieren. Auf den Strassen war es fast menschenleer, also schien es iO zu sein. So bin ich in meiner Buxe durch den warmen Regen und die tiefen Pfützen nach Hause gesaust. Jana hinterher …
Ich hatte dann nicht viele Sachen zum Trocknen J Jana schon mehr. Aber die AirCon hat ihr bestes gegeben. So dass wir morgens nach dem super 60Cent Frühstück zum Bahnhof aufbrechen konnten.
Dort hat sich unser Thailand Bild mal wieder verhärtet. Wir wollen hier nicht alle über einen Kamm scheren und Keinem auf den Schlips treten, sondern nur berichten was wir erlebt haben. Wir kamen am Bahnhof an und wollten ein Ticket kaufen. Der „Schaltermann“ quatschte mit Freunden am Steig und meinte in 10min (dann haben wir noch 10min bis der Zug kommt). In der Zwischenzeit, rannte ein Typ rum (vermutlich ein Freund des Schaltermanns) und versuchte den Touris die schon am Bahnsteig saßen (!) doch noch eine Busreise zu ihrem Wunschort aufzuschwatzen. Nach 10min ging ich wieder zum Schaltermann. Er sagte mir ich solle noch weitere 10min warten. Er hätte zu tun J (damit meinte er das Gespräch mit Freunden…). Ich erklärte ihm dass in 10min unser Zug abfährt, das hat ihn aber wenig interessiert. Seinem Kollegen wurde aber die Nummer glaube ich auch einfach zu doof und er stellte mir binnen 2 Sekunden die blöden Tickets aus. Manchmal hatten wir den Eindruck, jeder möchte so wenig arbeiten wie es nur geht und den großen Reibach durch Touristenabzocke zu machen. Von Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft und „Land des Lächelns“ keine Spur.
Fazit: Der Ausflug hat sich echt gelohnt wir hatten einen super schönen Tag mit tollem Wetter und coolen Erlebnissen. Am Ende haben aber unsere „Hintern“ vom ganzen Fahrrad fahren richtig wehgetan J
Bangkok.
Den halben Tag den wir in Bangkok hatten, nutzen wir um unsere Flugtickets umzubuchen um rechtzeitig zum 27.09. zu Hause zu sein. Ich hatte unsere Tickets natürlich in Singapur gelassen, weil man sie bei so einer großen Reise nur verlieren kann.
Als Informatiker denkt man natürlich, alle Systeme sind weltweit integriert und alle relevanten Infos sind sowieso zu unseren Passnummern abrufbar. Pustekuchen. Als wir nach 1h Weg vom Bahnhof das Office von Emirates gefunden haben. Teilte uns die Dame mit, sie könne im PC nicht sehen ob unsere Tickets umbuchbar sind. Dazu müsste sie mal auf unser PAPIERticket sehen! Wahnsinn! Naja sie wollte nichts umbuchen bevor sie nicht das ok von Emirates Frankfurt hatte. Also wurde ein Telegramm(!) nach Frankfurt gesandt. Wir sollten in der Zwischenzeit unser Reisebüro kontaktieren um nach einer Kopie zu fragen. Durften aus dem Emirates Büro weder telefonieren noch ins Internet. Also suchten wir uns draußen ein Internet Cafe. E-Mail abgesant, natürlich war es klar, dass keiner sich in unserer Agentur rühren wird. Warum auch. Neues Geld gibt es nicht zu holen. Also mussten wir auf Emirates setzen. Bei Emirates Bangkok hat sich aber auch keiner heiß gemacht, denn es war kurz vor Wochenende. Und weiter bearbeitet wird der Fall erst ab Montag. Also wo wir schon wieder in SG sein müssten. D.h. wir hatten schon Zeitdruck den Hanoi – Singapur Flug umzubuchen. Denn es fliegen nur 2 Flieger die Woche diese Strecke von unserer Airline. So, noch keine Umbuchung von Emirates. Was tun ?! Da haben wir einfach auf dt. Zuverlässigkeit gesetzt, dass sie den Fall schon regeln werden und einfach unseren Hanoi-SG Flug umgebucht. Waren auch zuversichtlich, dass wir schon aus SG irgendwie mit einer Maschine nach Dtl. kommen werden. Egal wann. Ggf. wäre dann auch noch Dubai ausgefallen, nachdem wir entschieden haben unseren Vietnam Aufenthalt um 7 Tage zu verkürzen. Zwischen Tür und Angel haben wir Mittag gegessen. Ich bin dann noch mal schnell ins Büro von Emirates gelaufen und habe gefragt ob es schon was neues gibt. Natürlich gab es noch nichts Neues. Die Zeit lief uns davon es war 15:45Uhr und um 18:25Uhr ging unser Flieger von Bangkok nach Hanoi. Also mussten wir zum Flughafen los. Da kam mal wieder der Standard Mist mit der Taxi Abzocke in BKK. Es war Rushhour. Fast alle Taxis waren voll. Wenn eins frei war. Wollte es nicht mit Taximeter fahren. Außerdem ist der Flughafen auch so weit weg, da müsste man ja am Stück mal 45min arbeiten. Standen ca: 20min bis wir einen gefunden haben der kein Englisch konnte, da haben wir uns einfach reingesetzt und aufs Taximeter gezeigt. Airport hat er noch so halbwegs verstanden. Wenn in Bangkok ein Taxifahrer kein Englisch spricht gibt es die beliebte Nummer, einen Kumpel anzurufen, der dann die Verhandlungen führen soll. So auch in diesem Fall. Der Taxifahrer schob mir sein Handy zu. Im gebrochenen Englisch wollte der Typ, dass wir statt Taximeter ca. für 10Euro fahren (normal Preis höchstens 6 Euro!). Naja ich habe aufgelegt und erstmal das Handy bei mir gelassen. Der Taxi Fahrer hat den Typ zurückgerufen und gemerkt, dass es zu spät ist irgendwas zu verhandeln wenn das Taximeter schon läuft und man auf halbem Wege ist. Im Mördertempo ist er über den Highway gesaust und hat uns immer bei der Maut angedeutet, dass wir die bezahlen müssen. Wir haben erstmal nur doof geguckt J! Am Flughafen angekommen, haben wir ihm genau das gegeben was das Taximeter anzeigte, da hat er sich total aufgeregt und wollte die Polizei holen, weil wir nicht die Maut bezahlen wollten. Wir haben unsere Koffer geschnappt und sind einfach los Richtung Eingang. Haben kurz gestoppt bei den Stuarts die von Thai Airways rumstanden, um zu fragen ob wir im Recht sind. Da kam der Taxifahrer an gelaufen und markierte den Verarschten. Die Stuarts wussten es aber nicht genau. Also blieben wir dabei ihm nichts zusätzlich zu geben. Und sind einfach in den Airport rein. Gleich zum Emirates Counter. Und hatten Glueck, dass bald ein Flieger startete und der Counter besetzt war. In der Zwischenzeit hat sich Emirates – Frankfurt gemeldet und bestätigt, dass wir umbuchen dürfen. Also ist dann doch noch alles glatt gegangen. Haarscharf war es dennoch. Haben die letzten 2 Plätze für unsere Wunschflüge bekommen. Gluecklich und erleichtert sind wir dann in den Flieger gestiegen Richtung Hanoi. Ende Gut Alles Gut J!
Hanoi
In Hanoi angekommen, wartete schon unser Abholer vom Hostel und das war auch gut so. Denn in Hanoi gibt es eine regelrechte Taxi Mafia. Die einen gar nicht zum Ziel bringen oder in irgendwelchen Hotels anhalten von denen sie Provision bekommen. Der Highway war solala aber erstes Highlight gab es schon auf dem Weg, der erste Verkehrsunfall den wir in den letzten 6 Monten gesehen haben, obwohl alle fahren wie besenkt.
Also standen wir im Stau. Aber da wir eh nichts weiter für den Abend geplant haben, war es nicht so wild. Im Hostel wurden wir erstmal von zwei Jugendlichen in unserem Alter empfangen, die die Eigentümer waren. Die beiden sahen auch wie halbwüchsige Mafiosos aus, aber die Zimmer waren sehr schön und sauber.
Am Samstag haben wir mit einem Fußmarsch von ca. 5km alle Sehenswürdigkeiten in der alten Innenstadt vorgenommen. Wobei man sagen muss, dass es in Hanoi gar nicht so viele Sehenswürdigkeiten gibt. Die Sehenswürdigkeit ist die Stadt selbst – die kleinen Gassen, die kleinen Läden und Märkte, die Menschen, der Verkehr. Bei sehr, sehr schwülem Wetter und Temperaturen von 35Grad haben wir alle Stationen abgeklappert. Zwischenzeitlich sind wir auch zufällig in eine Messe gelaufen, bei der alle die Sonnen anguckten. Wir wussten zwar nicht warum, haben dann aber einfach so mal mitgemacht. Dabei kreuzen einem immer wieder Mopeds den Weg, egal ob man auf dem Fußweg oder einem abgesperrtem Bereich ist. Dabei wird gehupt wie blöde. Es ist somit immer ein konstant hoher Geräuschpegel in der Stadt, egal wo man ist. Auf den Märkten wird rohes Fleisch verkauft was bei diesen Temperaturen in der prallen Sonne liegt. Ob das so gesund ist, weiß ich nicht.
Außerdem gibt es noch viele Klamotten zu ergattern, die aber richtig miese Qualität haben.
Haben den Tag vom späten Nachmittag an dann in einem Eiscafe ausklingen lassen und haben uns nach dem leckeren Fruchteisbecher im Palazzo zurück erinnert.
Abends ging es dann wie zum hundertsten Mal zum Nachtmarkt. Dieser war aber ausnahmsweise nur von Einheimischen eingenommen, die ihre Ellenbogen weit ausgefahren hatten, sodass wir kaum an irgendwelche Stände kamen.
Essen gab es wie immer im Restaurant, auch wenn es in Hanoi nicht ganz sooo günstig war. Der Service war mal wieder klasse, die Köche haben unten Fussball geguckt und die Kellnerinnen oben irgendwelche vietnamesischen Serien J.
Am Sonntag haben wir uns den Ho Chi Minh Komplex angeguckt, mit dem Mausoleum seinem Wohnhaus und Bungalow sowie mit dem Ho Chi Minh Museum. Leider war Ho Chi Minh im Moment in Russland zur Nachbalsamierung, sodass wir ihn nicht persönlich sehen konnten. Im Museum mussten wir uns also nur mit Bildern und Statuen zufrieden geben. Danach sind wir noch in einen Tempel bzw. die erste Uni Vietnams gefahren und haben im Lonley Planet uns ein wenig über die Geschichte Vietnams schlau gemacht. Für Studenten gab es das Eintrittsticket um die hälfte günstiger. Leider hatten wir aber unsere Uni-Karte nicht mit. Da in Hanoi jedoch alle die Touris veraschen wollen, haben wir den Spieß umgedreht und meinten zu der Frau hinterm Schalter: 2x Studenten und zeigten ihr unseren Führerschein. Sie glaubte unsere Studenten Karte zu sehen und wir mussten nur die hälfte zahlen.
Mittag haben wir in einem Restaurant gegessen, welches von ehemaligen Straßenkindern und Jugendlichen ohne Perspektive geleitet wird. Nicht wirklich günstig, aber das Essen war ganz gut. Und die Einnahmen gehen ja schließlich an einen guten Zweck. Mit dem Cyclo (Fahrad mit einer Gondel vorne dran) haben wir uns dann wieder zurück in die alte Stadt fahren lassen. Der Hinweg zu dritt auf einem Moped hatte uns dann trotz souveräner Fahrweise gereicht. Im kleinen Stadtpark mit See haben wir es uns noch in der Sonne gut gehen lassen und haben die Vietnamesen beobachtet, die sich alle an dem Tag herausgeputzt haben und lang spazierten. Kurz vor der Abfahrt zum Flughafen, sind wir noch auf Souvenirjagd gegangen. Der Taxifahrer mit dem wir uns verabredet haben, kam natürlich nicht. Aber glücklicherweise sind die Jungs vom Hotel eingesprungen und haben einen privaten Fahrer organisiert. Am Flughafen haben wir unser letzen Dongs für Sandwiches ausgegeben und haben uns schon auf unsere Wiederkehr in Singapur eingestimmt. Im Flieger hat mal wieder der alte Trick mit den Plätzen geklappt. Sodass wir jeweils 3 Sitze hatten auf denen wir sogar ganz gut schlafen konnten und somit auch recht fit um 2Uhr morgens in Singapur ankamen.





















































