(Jana)
Ich weiß wir sind im Verzug. Aber ihr müsst es uns nachsehen, denn wir fassen es jeden Tag selbst kaum wie schnell 24 Stunden vergehen.
Heute nehme ich mir aber die Zeit um ein bisschen über unsere letzte Woche zu Berichten.
Ab dem 14. April war nun unsere ruhige Urlaubszeit in Singapur vorüber. Jetzt müssen wir beide jeden Tag von Mo – Fr von 09.00 – 18.00 Uhr Arbeiten. Und Alex noch viel länger. Er hat schon nach einer Woche 10 Überstunden angehäuft.
Da bleibt während der Woche natürlich nicht viel Zeit für Sightseeing. Unsere größeren Trips verschieben wir somit auf das Wochenende.
Trotzdem haben wir natürlich auch in der letzten Woche was erlebt
Hier in Singapur gibt es zu Hauf deutsche Praktikanten und diese treffen sich alle Mittwochs im Insomnia. Das ist eine ‚Discobar’. Jeden Mitwoch bezahlt man 20S$ (ca. 10EUR) Eintritt und man bekommt als Mann von 21 – 23Uhr und als Frau von 21 – 24Uhr alle Getränke For Free. Da wir letzten Mittwoch noch mit einem Arbeitskollegen von Alex essen waren, waren wir leider erst um 22.30 Uhr am Insomnia. Somit hat es sich nicht mehr so ganz gelohnt die ‚Flatrate’ in Anspruch zu nehmen. Die Gegend ums Insomnia war aber sehr schön, deswegen erkundeten wir die umliegenden Bars und Restaurants. Aber es gibt ja zum Glück jede Woche einen Mittwoch. (siehe Fotos).
Trotz des vielen Arbeitens lebt es sich in Singapur schon sehr schön. Unsere Wohnung ist sehr gut platziert, so dass ich morgens 10min mit dem Bus zur Arbeit brauche (und auch nur weil Stop and Go ist – eigentliche Fahrtzeit 2min
) und Abends laufe ich meistens nach Hause (da kann ich ja verschwitzt ankommen). Auf dem kurzen Rückweg liegen sogar 2 Shoppingcenter. Somit wird einem nach der Arbeit auch nicht langweilig
.
Apropos Wohnung, diese ist mittlerweile auch sauber und gut ausgestattet. Von eigener Tupperware, über Geschirr und Besteck bis hin zum eigenen Bügelbrett ist alles nun da.
Was ich aber noch erwähnen wollte ist das tolle, grandiose und umwerfende Wetter. Es ist jeden Tag so schön warm – kaum vorstellbar dass es in Deutschland kalt ist. Im Büro friert man sich zwar alles ab, wenn man kein Jäckchen oder Tüchlein bei sich führt, aber spätestens zum Mittag auf dem Weg zum nächsten Food Court weiss man wieder wo man is(s)t.
Letzten Sonntag wollten wir einen naheliegenden Park in unserer Wohngegend erkunden. Wir packten Decken, Sonnencreme und Früchte ein und machten uns auf den Weg. Jedoch mussten wir feststellen, dass ein Park hier kein Park in unserem Sinne sein muss, der Spottishwood Park war ein Fleck Tropen – Urwalwald, dichte Vegetation und kein Fleck zum Hinlegen. Also wurde aus dem Faullenzen und Bräunen im Grünen nichts. Jedoch machten wir noch eine andere kleine, noch viel schönere, Entdeckung. Mitten aus dem Urwald kamen auf einmal drei kleine Hundewelpen. Die waren so süß. Die spielten miteinander und dann kamen später noch drei Weitere aus dem Busch. Alex verbot mir sie an zu fassen und tischte mir gleich eine Horrorgeschichte von Krankheiten auf. Die Hunde waren aber sehr gepflegt und wurden bestimmt dort ausgesetzt. Diese Woche werde ich den Süßen noch einen Besuch abstatten.
Alex: „Dr. House würde sagen, süße Kinder und Tiere haben keine ansteckenden Krankheiten und wenn dann kann man sie mit viel Sonnenschein und Liebe heilen…“
Nachdem mich Alex nach einer Dreiviertelstunde, 20 Fotos und 3 Videos bei den Hunden überredet hat nach Hause zu gehen, haben wir uns noch für gute 2 h in unserem Vorgarten gebräunt. Die Sonne ist hier so krass, dass man mit einer Sonnenmich unter 30 nichts anfangen kann.
Das Highlight des Wochenendes war jedoch der Stadtteil Little India. Als wir aus der MRT ausgestiegen sind, dachten wir in Bombay oder Neu-Delhi angekommen zu sein (wir waren noch nie da, aber so stelle ich es mir da zumindest vor). Nichts ließ darauf deuten in Singapur zu sein. Die Strassen waren nicht mehr ‚geleckt’, kaum Chinesen und Frauen zu sehen, die saßen wohl zu Hause und haben auf die Kinder aufgepasst. Nur sehr viele männliche Inder, die scheinbar sinnlos durch die Strassen irrten. Es war kein Durchkommen. So volle Strassen habe ich lange nicht gesehen. In Little India gibt es ein Einkaufscenter – das Mustafa Center – 24 h am Tag und 7 Tage die Woche geöffnet. Ich kann es jedoch keinem empfehlen am Sonntag dort Einkaufen zu gehen. Es war noch voller als auf den Strassen. Die ohnehin schon schmalen Gänge waren noch durch Einkaufskörbe versperrt. Wir hatten das Gefühl, als ob es ab dem kommenden Tag nichts mehr gibt und alle ihre Hamsterkäufe tätigen. Nach 1h in diesem Laden und auf der Suche nach Spannbettlacken (im Moment sind unsere Lacken mit Sicherheitsnadeln fixiert und es ist jedes Mal sehr zeitintensiv die Lacken zum Waschen abzunehmen) bekam Alex eine Krise und somit versuchten wir nach draussen zu flüchten (bepackt mit Drogerieartikeln, Fußabtreter und Tupperware). Dort angekommen, ging es genau so weiter wie im Laden. Ich weiß gar nicht wo die vielen Menschen alle hier Wohnen können. Die Strassen waren voller als zuvor – und mal wieder nur mit Männern. Als ‚weiße’ Frau, war das nicht sehr angenehm, sich dort durch die Strassen zu quetschen.
Alex: In unserem Reiseführer steht extra, man soll eine lange Hose einem Minirock vorziehen. Naja, den hatte Jana zwar nicht an, aber einen Ausschnitt, der die meisten unglaublich irritiert hat. (Jana hat diesen dann geschickt mit Pulli oder Reiseführer verdeckt
) . Vllt hätte sie sich so eine bunte Kutte anziehen sollen, die dort in allen Läden verkauft wird.
Kurz vor 18Uhr standen wir vor einem Tempel und lasen zugehörige Infos in dem Reiseführer, der empfahl eine Messe zu besuchen, die immer sonntags um diese Zeit stattfinden. Das passt doch wie die Faust aufs Auge dachten wir und standen Sekunden später barfuss in Mitten der Zeremonie. Ist schon ein wenig anders als der Gottesdienst in Deutschland. Viel Hektik und Geschiebe und vor allem bunt. Auch viele blinkende Lichterketten, die das Gesamtbild abrunden. Aber es war sehr schön, das miterleben zu können. Wir fühlten uns da aber ein wenig fehl am Platz, deswegen sind wir schon nach paar Minuten gegangen.
Auf dem Rückweg, haben wir noch schnell den Wocheneinkauf erledigt. Sind dann mit schwerer Wassermelone, 2l Ajax, Getränken, Mop, Bügelbrett und mal wieder Tupperdosen bewaffnet zurück ins Getümmel. Mittlerweile war der Bürgersteig auf die Strasse ausgeweitet und die Hupe der zentrale Verkehrregel (Über Rot gehen kostet hier sonst 1000$, aber das hätte hier keiner durchsetzen können). Aus den Läden dröhnte Bollywood Musik. Haufen Menschen standen oder saßen einfach nur rum und erzählten. Vllt war auch an dem Tag Internet oder Fernsehen ausgefallen.
Als wir aber mit der MRT zwei Stationen weiter gefahren sind und ausgestiegen sind, konnten wir diese These widerlegen. In dem Straßenbild hat nur noch so ein Strohballen gefehlt, der durch den Wind voran geschoben wird. Also tote Hose. Es muss wohl einfach an der anderen Kultur und Mentalität liegen
!
Am Montag waren wir auf einer kleinen Geburtstagsparty von einer Arbeitskollegin von mir. Wir haben uns alle in der New Asia Bar getroffen. Das ist eine Bar im 70. Stockwerk. Mit ‚wir’ meine ich noch viele andere Praktikanten und Arbeitskollegen.
Der Hammer war schon die Fahrt mit dem Fahrstuhl. Innerhalb von ein Paar Sekunden erreichten wir das 70. Stockwerk. Kein Vergleich mit dem Fahrstuhl in der FIN oder der EXFA. Ich bekam sogar Druck auf den Ohren
. Oben angekommen war es aber der Hammer. Man hatte eine super Sicht auf ganz Singapur. Einfach nur schön.
- Auf dem Weg zum Insomnia
- Tanz bei Nacht mit Folgen – Alex hat schon wieder alles verlernt.
- Cheese
- Posing für Claudi
- Innenhof des Chimjes
- Russki Malschick
- Blick aus unserem Block
- Hart aber Gerecht
- Nimmst du mich mit?
- Kussi und Bussi
- Sonnen im Vorgarten
- Bei uns vor der Haustür
- Passfotos a la Panjabi MC
- Shoppen im Little India Markt
- Neues Outfit?
- Einer von vielen indischen Göttern
- *Blink* *Blink*
- Tempel
- Sonntagspicknick
- Straße in Little India
- Blick über Singapore aus dem 70.Stockwerk
- Erstes Bierchen in Singapore
- Anne und Susanne
- Geburtstagsfeier in der New Asia Bar
- Da hat sich das schleppen gelohnt
- Shoppen nach der Arbeit bei Bugis





























Verfasst von Jana & Alex 


























Verfasst von Jana & Alex 













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